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Kohlstetten brummt….


Kohlstetten summt…..

Kohlstetten

"Kohlstetten summt" und startet durch

Bald summt es wieder in Kohlstetten: Die brachliegende Fläche der früheren Hüle wird zum Blühen gebracht und soll künftig Bienen anlocken. Gleichzeitig entstehen ein Insektenhotel und ein Platz für Begegnungen.

MARIA BLOCHING | 12.11.2015 0 0 0


In Kohlstetten entsteht in Kooperation mit dem Kindergarten eine Blumenwiese auf der Fläche der alten Hüle.

Die Kohlstetter Bürger haben schon mit der Eröffnung des ehrenamtlich betriebenen Ladens im Jahr 2013 das Schicksal ihres Ortes selbst in die Hand genommen. Dabei wollen sie es aber nicht bewenden lassen. Denn eigentlich ist Kohlstetten traditionell die Heimat vieler Bienenvölker, derzeit gibt es im Ort neun aktive Imker. Doch die Nahrung ist knapp, wie Imkerin Anita Tröster erklärt: "Durch die Monokultur mit vermehrtem Maisanbau fehlen blühende Flächen."

Deshalb hat sie sich gemeinsam mit anderen Imkern, mit Vertretern des Ortschaftsrates und Landwirten vor einigen Wochen getroffen, um im Rahmen der Zukunftswerkstatt zu überlegen, wie dieses Problem beseitigt werden könnte. "Gleichzeitig war uns wichtig, die leere und ungenutzte Wiesenfläche auf der früheren Hüle wiederzubeleben", berichtet Bettina Samulski und freut sich, dass die Idee von Ernst Tröster, eben diese Fläche für Bienen und Insekten nutzbar zu machen, Umsetzung findet.

Dieses Projekt soll der Anstoß für eine nachhaltige Kooperation mit dem Kindergarten sein. "Wir wollen, dass Kinder durch ihr Tun ein ökologisches Bewusstsein entwickeln. Deshalb haben wir sie mit ins Boot geholt", sagt Samulski. So waren die Kindergartenkinder jetzt mit vor Ort, als Josef Wahl vom Bauhof eine rund 200 Quadratmeter große Fläche umpflügte.

Hier soll im Frühjahr der Samen für die Blumenwiese ausgebracht werden und die Kinder können durch regelmäßige Besuche miterleben, was wächst und welche Tiere sich auf der blühenden Fläche und im neu gebauten Insektenhotel ansiedeln. Erzieherin Christel Katz will vorher in der Einrichtung das Thema Bienen behandeln und damit deutlich machen, dass es ohne diese Tiere keine Äpfel, Kirschen und auch keinen Honig gibt.

"Uns liegt Nachhaltigkeit am Herzen. Deshalb sollen umgesetzte Ideen auch weiter wirken", wirft Samulski einen Blick auf das Jahr 2016, in dem nicht nur Blumenwiese, Insektenhotel und ein Bänkle entstehen, sondern auch Veranstaltungen zum Thema Bienen durchgeführt werden sollen.

Gespannt dürfen dann die Kindergartenkinder das Honigschleudern mit verfolgen und beim Pflanzen von Busch- und Spalierbäumen zugegen sein. Samulski: "Den Kohlstettern ist wichtig, dass sich etwas verändert. Sie wollen den Ort schöner machen und ihn als Lebensmittelpunkt mitgestalten. Deshalb stehen sie mit großer Motivation hinter allen Projekten. Das ist toll."

MARIA BLOCHING | 12.11.2015


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